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Dienstag, 12 Dez 2017
 
 

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Beverner Rescue Day Drucken E-Mail
Samstag, den 22. August 2009 um 14:00 Uhr

Rescue Day 2009Feuerwehr, klar die kennt Jeder. Die ruft man wenn es brennt! Aber was macht die Feuerwehr sonst eigentlich so? Sitzen die Feuerwehrleute den ganzen Tag in ihrer Garage und warten auf den Einsatz? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bot die Feuerwehr Bevern bei Ihrem Tag der offenen Tür: "Beverner Rescue Day 2009"

 

Die Beverner Kameraden hatten für ihre Besucher ein Umfangreiches Programm vorbereitet. Die Jugendfeuerwehr machte den Anfang. Die Jugendlichen präsentierten ihren Wettbewerb. Auf dem Schulhof zeigten die jungen Feuerwehrleute ihr können und nahmen einen Löschangriff mit 3 C-Rohren vor.

Gedachte Wasserentnahme ist per Saugleitung aus einem offenen Gewässer (z.B. ein Teich). Zügig und sicher verlegten die angehenden Feuerwehrleute die Schläuche und zeigten das sie sich vor den aktiven Kameraden nicht zu verstecken brauchen.

FettexplosionAls nächstes stand weitere Aktion auf dem Programm. Eine Fettexplosion sorgte für erstaunte Gesichter. Kaum jemand ist sich der Gefahr bewusst, die von brennendem Fett ausgeht. Wenn man versucht brennendes Fett mit Wasser zu löschen, verwandelt sich das Wasser durch die hohe Temperatur des brennenden Fettes verwandelt sich das Wasser schlagartig in Dampf und reißt dabei das brennende Fett mit sich. Bereits aus einem Liter Wasser entstehen bereits 1700 Liter Wasserdampf. In einem geschlossen Raum, wie z.B. der Küche, kann das verheerende Folgen haben. Die beste Methode, brennendes Fett zu löschen, ist einfach den Topf abzudecken und dem Feuer so den Sauerstoff zu nehmen.

 

Der nächste Programmpunkt war eine Vorführung des IFEX-Feuerlöschgerätes. Hierfür hatten wir uns die Kameraden der Feuerwehr Kuhstedt eingeladen. Das IFEX-Gerät besteht aus einem kleinen Wagen mit einem 50-Liter Wassertank und einer 300 bar Pressluftflasche und einer "Kanone" in Form eines langen Rohres mit Abzugsgriff. Die beiden Komponenten sind mit einem Hochdruckschlauch verbunden. Das Wasser wird durch die Pressluft in das Abschussrohr gedrückt und kann dann schließlich mittels des Abzugs abgefeuert werden. Pro Schuss wird so ein Liter Wasser extrem fein zerstäubt auf das Brandgut geschossen. Bei der Vorführung brannte ein Stapel aus Holzpaletten, der mit nur 5 Schuss, also 5 Litern Wasser gelöscht werden konnte. Hier auch nochmal vielen Dank an die Kameraden der Feuerwehr Kuhstedt.
Brennender HolzstabelIFEX wird geladenIFEX feuertFeuer aus
Dann gab es für alle Besucher die Gelegenheit einen Pulver-Feuerlöscher nicht nur in der Theorie sondern auch praktisch auszuprobieren. Unter Anleitung von Ortsbrandmeister Michael Krahl musste ein Flüssigkeitsbrand in einer Wanne gelöscht werden. So hatte jeder einmal Gelegenheit, sich mit dem Umgang mit einem Pulverlöscher vertraut zu machen.

UnfallfahrzeugDen Höhepunkt des Nachmittages stellte ein simulierter Verkehrsunfall dar. Es wurde angenommen, dass ein PKW-Fahrer nach einer Kollision in seinem Fahrzeug eingeschlossen wurde. Darüber hinaus wurde angenommen, dass das Fahrzeug zu brennen begonnen hatte.LF 10/6 trifft ein
Über Lautsprecher wurde dann die Alarmierung der Feuerwehr simuliert. Das neue Beverner Löschgruppenfahrzeug rückte dann mit dem TSF der Kameraden aus Kuhstedt zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle begann der Gruppenführer Florian Mügge dann gleich mit der Erkundung. Zeitgleich bereiteten die Kuhstedter ihr IFEX-Gerät vor und begannen den Entstehungsbrand im PKW zu löschen.
Bei der Erkundung wurde festgestellt, dass eine Person in dem PKW eingeklemmt war. Um den eingeklemmten Fahrer zu versorgen zu betreuen, bis der Rettungsdienst eintrifft, erteilte der Gruppenführer dem Melder den Auftrag sich Zugang zum Fahrzeug zu verschaffen und den Fahrer zu versorgen. Um den Fahrer behandeln zu können und schlussendlich befreien zu können musste zunächst die Fahrertür entfernt werden.
Gruppenführer und Melder erkundenBefehlsausgabeErstzugang und GlasmangementEntfernen der Fahrertür
Anschließend sollte dann das Dach entfernt werden. Während der Gruppenführer die Stellen markierte, an denen das Metall des Fahrzeugs durchtrennt werden sollte begann der Angriffstrupp mit dem sog. Glasmanagement, also dem entfernen oder durchtrennen sämtlicher Scheiben, die das Abtrennen des Daches behindern würden. Nach Abschluss des Glasmangements entfernte der Angriffstrupp dann die Fahrertür. Dabei wurde Abtrennen der A-Holmefestgestellt, dass der Fahrer auch im Fußbereich erheblich eingeklemmt war, was ein Abklappen des vorderen Bereichs des Fahrzeugs notwendig machte. Zunächst wurde jedoch vom Angriffstrupp in Zusammenarbeit mit dem Wassertrupp das Dach des Fahrzeuges entfernt. Dazu werden alle Holme durchtrennt und das Dach wird von 4-6 Feuerwehrleuten vom Fahrzeug gehoben. Nach dem Abtrennen des Daches musste dann auch die Beifahrertür herausgetrennt werden, um das Abklappen des Vorderwagens zu ermöglichen. Der Wassertrupp übernahm diese Aufgabe und führte anschließend im Fußraum jeweils seitlich Entlastungsschnitte durch, damit das Armaturenbrett und die A-Holme mittels eines Hydraulikzylinders hochgedrückt und so die Füße des Fahrers befreit werden konnten. Der Fahrer wurde dann mittels einer Trage über die Rücksitzbank des Fahrzeuges befreit. Während der Arbeiten übernahm die Feuerwehr Kuhstedt mit dem IFEX weiterhin die Sicherstellung des Brandschutzes an der Einsatzstelle. 
Abtrennen des 2. A-HolmesEntfernen des DachesEntfernen der Beifahrertür
Entlastungsschnitte im FußraumAnsetzen des HydraulikzylindersHochdrücken des VorderwagensBefreiung des Fahrers

Zum Abschluss des "Rescue Days" gab es dann nochmal eine Vorführung, bei der die Explosion von Spraydosen unter Hitzeeinwirkung vorgeführt wurde. Eine gewöhnliche Haarspraydose zerknallt bereits nach kurzer Hitzeeinwirkung mit einer Stichflamme. Bereits Sonneneinstrahlung kann ausreichen.
FeuerlöscherFeuerlöscher
Danach gab es für die Besucher nochmals die Gelegenheit, den Umgang mit einem Feuerlöscher an einem richtigen Feuer zu testen.

Während der gesamten Veranstaltung war für das leibliche Wohl der Besucher durch eine Kaffee- und Kuchentafel sowie Getränke, Pommes Frites und Wurst gesorgt. Hier auch noch mal vielen Dank an die vielen Helfer.

 

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