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Dienstag, 12 Dez 2017
 
 

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Atemschutzüben
Geschrieben von: Felix Glandorf   

Hochwassereinsätze der freiwilligen Feuerwehr Bevern


In diesem Bericht werden die Hochwassereinsätze der Feuerwehr Bevern im Juni 2013
dargestellt und erläutert.

1. Einsatz
Zeitraum: 05.06.2013 - 07.06.2013
Einsatzgebiet: Lüchow Dannenberg / Gorleben


Am 04.06.2013 gegen 21:00 erhielten die Mitglieder der Feuerwehr Bevern eine Nachricht auf die relativ neu angeschafften digitalen Melder. Da diese Nachrichtenfunktion bis zu diesem Tag selten genutzt wurde, kam zunächst Verwirrung auf. Der Melder gab komische Geräusche von sich, welche jedoch keine Alarmgeräusche waren. Nach einem kurzen Blick auf den Display war die Situation jedoch den Meisten sofort klar. Man verfolgte das Geschehen rund um die Hochwassergebiete schon ein paar Tage im Fernsehen und hatte sich schon darauf vorbereitet auch eingesetzt zu werden. Nun war es soweit - "Abmarschbereit halten - Einsatzgebiet Lüchow"! In nur wenigen Minuten wurden drei Leute ausgewählt, welche noch am selben Abend mit dem TLF 16/24 ausrücken sollten. Jetzt hieß es möglichst schnell die nötigsten Sachen packen und sich beim Gerätehaus einzufinden. Schließlich wurde dann gegen 22:00 der Vollalarm ausgelöst. Der Melder jedoch zeigte diesmal unter anderem folgenden Text an: "Treffen: Morgen, 07:00, Autohof Sittensen". Die Mannschaft konnte sich also noch eine Nacht ausruhen und in heimischen Betten schlafen. Am nächsten Morgen ging es in aller Frische los. Der 1. Zug der Kreisfeuerwehrbereichtschaft sammelte sich zunächst in Selsingen und fuhr dann geschlossen nach Sittensen, um  sich mit den restlichen Zügen zu einer großen Kolonne zusammen zu schließen.



Die Fahrt, welche größtenteils über Autobahnen ging, dauerte mehrere Stunden an. Schließlich war der erste Sammelpunkt erreicht. Abschnittsleiter Hans-Jürgen Behnken informierte sich über die genaue Lage und so konnte die Bereitschaft schon nach wenigen Minuten den Platz wieder verlassen, um an den endgültigen Einsatzort zu gelangen - Gorleben!




Auch hier musste die Lage zunächst erkundet werden. Nach einiger Wartezeit gab es dann am frühen Nachmittag endlich einen Arbeitsauftrag: Sandsäcke befüllen! Dies geschah meist nach einer bestimmten Taktik: Leitern wurden auf Beckenhöhe horizontal aufgestellt und anschließend Pylonen zwischen den Holmen befestigt. Diese wurden als Trichter für die Sandsackbefüllung genutzt. Anschließend wurden die Sandsäcke auf Europaletten gestapelt und mit LKWs oder Anhängern zum Deich befördert.



Die Arbeiten hielten bis in den späten Abend an. Dann folgte der lang ersehnte Befehl zum Essen fassen. Die Versorgungssituatin lässt sich allgemein als "in Ordnung" beschreiben, da immer reichlich Getränke bei den Arbeitsstellen waren und das Essen für diesen improvisierten Einsatz wirklich gut war.




Nach dem Essen ging es dann wieder nach Lüchow, wo die gesamte Kreisfeuerwehrbereitschaft in einem Gymnasium und der anliegenden Turnhalle untergebracht wurde.




Am nächsten Morgen ging es wieder früh ans Werk und der geplante Einsatzort war zunächst der Deich. Nach kurzer Einarbeitungsphase wurden die Pläne jedoch wieder geändert und der zweite Tag sollte sich auch rund um den Sand drehen. Und so wurden auch am zweiten Tag wieder reichlich Säcke gefüllt, sodass die Logistik Schwierigkeiten hatte, die großen Mengen Sandsäcke zu transportieren.
Gegen Abend gab es dann noch ein gemütliches Abschlussgrillen mit kurzer Besprechung des Einsatzes und der Konvoi begab sich gegen Abend wieder Richtung Heimat. Alles in einem erhielt dieser Einsatz ein durchweg positives Feedback und die Kreisfeuerwehrbereitschaft Rotenburg konnte ihr Arbeitspensum mehr als erfüllen!