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USAR-Übung in Osnabrück Drucken E-Mail
Geschrieben von: Florian Mügge   
Montag, den 26. Oktober 2009 um 19:02 Uhr

USAR-Übung in OsnabrückUSAR steht für Urban Search and Rescue, zu deutsch: Suchen und Retten in bewohnten Gebieten, so z.B. Retten von Personen aus eingestürzten Gebäuden. Am vergangenen Dienstag hatte ich die Gelegenheit an einer USAR-Übung des Vereins @Fire und der Firma Paratech in auf dem Übungsgelände der Feuerwehr Osnabrück teilzunehmen.

Im Rahmen dieser Übung wurde das Heben und Bewegen von schweren Lasten, sowie das Arbeiten in beengten Verhältnissen geübt.

Als erste Übung stand der Aufbau eines Zweibeines auf dem Programm, mit dem man Schwere Lasten (ca. 1 Tonne) ohne Kran anheben und bewegen kann. Durch die zur Verfügung gestellte Ausrüstung der Firma Paratech gestaltet sich dieser Aufbau sehr einfach, da mittels des Baukasten-Systems der Aufbau innerhalb weniger Minuten fertiggestellt war. Als Anschlagpunkt diente ein VW-Transporter, von dem aus ein Stahlseil zur Spitze des Zweibein-Gestells geführt wurde. Dort wurde dann wiederum ein Kettenzug angeschlagen, mit dem dann die Last, in diesem Fall eine Betonplatte angehoben wurde.

Aufbau des ZweibeinsAufbau des ZweibeinsAnheben der Betonplatte

Im zweiten Teil der Übung fand dann eine Stationsausbildung mit 3 Stationen statt.

An der ersten Station ging es für die Teilnehmer gleich "direkt in die Materie", im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Tunnelsystem unter dem Übungsgelände führte in ein Trümmerfeld, unter dem die Teilnehmer die Aufgabe hatten sich in die Trümmer vorzuarbeiten und mittels Hydraulikstempeln und Hebekissen einen Hohlraum zu schaffen, um eine eventuell dort verschüttete Person zu befreien. Bei einem Tunneldurchmesser von max. 80 cm oder weniger gestaltet sich das natürlich alles andere als einfach.

HydraulikzylinderHebekissen

Bei der zweiten Station galt es für die Teilnehmer sich durch die Aussenwand eines Betonformteiles ins innere vor zu arbeiten. Hierbei stand unter anderem ein kompakter Druckluftmeissel zur Verfügung, der die Angelegenheit zumindest etwas vereinfachte.

An der dritten Station schliesslich war das Ziel, den oberen von zwei Betonblöcken soweit anzuheben das eine Person zwischen den beiden Blöcken hindurchpasste. Auch diese Aufgabe gestaltete sich nicht ganz so einfach, da die Betonblöcke jeweils ca. 4,5 Tonnen wiegen und zudem noch schräg aufeinander lagen.

Anheben des Betonblocks

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Letztendlich stellte sich das anheben des Betonblocks als aufwändigste Aufgabe heraus, da durch die Lage, neben dem Unterbauen mit Rüstholz, eine Absicherung des Blocks an allen vier Seiten erforderlich war. Hierbei stellte sich abermals das Baukastensystem der Firma Paratech als große Erleichterung heraus, da die Abstütungen jederzeit angepasst werden konnten.

Anheben des BetonblocksAnheben des BetonblocksPKW-Abstütung Paratech

Und auch das Ablegen des Blocks stellte sich als schwieriger raus, als zunächst angenommen. Dies gab uns aber die Gelegenheit auszuprobieren, ob der Block auch mit einfachsten Mittel, in diesem Fall vier Haligantools, bewegt werden konnte, was sich als durchaus möglich herausstellte.

Alles in allem ein sehr lehrreicher Tag. Auch nochmals meinen Dank an Irakli West von FWnetz.de bzw. Paratech der mir die Teilnahme ermöglichte.

Florian Mügge

Links:

FWNetz.de

Paratech

@fire

 

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